Jiu-Jitsu

Was ist Jiu-Jitsu?

Jiu Jitsu (jap. Jūjutsu; „Die sanfte/nachgebende Kunst“) ist eine von den japanischen Samurai stammende Kampfkunst der waffenlosen Selbstverteidigung.

Jiu Jitsu soll ein breites Spektrum von Möglichkeiten zur Selbstverteidigung und – unter anderem durch Stärkung des Charakters und Selbstbewusstseins – auch zur friedlichen Lösung von Konflikten bieten. Ziel des Jiu Jitsu ist es, einen Angreifer – ungeachtet dessen, ob er bewaffnet ist oder nicht – möglichst effizient unschädlich zu machen. Dies kann durch Schlag-, Tritt-, Stoß-, Wurf-, Hebel- und Würgetechniken geschehen, indem der Angreifer unter Kontrolle gebracht oder kampfunfähig gemacht wird. Dabei soll beim Jiu Jitsu nicht Kraft gegen Kraft aufgewendet werden, sondern – nach dem Prinzip „Siegen durch Nachgeben“ – so viel wie möglich der Kraft des Angreifers gegen ihn selbst verwendet werden.

Wie bei vielen der asiatischen Kampfkünste ist die Herkunft des Jiu Jitsu kaum mehr eindeutig feststellbar. Die in den diversen Schulen überlieferten Handschriften tendieren dazu, die Unterschiede zu anderen Schulen zu überzeichnen und der eigenen Schulrichtung ein möglichst hohes Alter zu verleihen. Druckwerke, durch die das jeweilige Wissen öffentlich wurde, entstanden erst spät.